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Auferstanden aus ...und zurück in die Ruinen

...ich war krank ;-) bin immer noch nicht wirklich fit, aber wird schon wieder.

Sollten Franzosen oder Italiener unter meinen Lesern sein – tut mir leid, aber das war echt nicht gut. Na ja, unsere Buben haben sich bisher auch nur im ersten Spiel mit Ruhm bekleckert, aber ab Sonntag geht’s ja erst richtig los und Turniermannschaft usw. bla bla – im Notfall wieder im Elfmeterschießen gegen die lieben Engländer.

OK genug Fußball Geschwätz erstmal. Ich habe z.Z. ein etwas größeres Problem: Ich werde einfach nicht mehr fit, Montag und Dienstag lag ich flach, Mittwoch bis Freitag habe ich zwar wieder gearbeitet, bin aber immer noch total KO, hab keinen Appetit und werde immer dünner ;-)

Das hat zwar auch sein Gutes, aber so langsam möchte ich auch wieder fit sein und Energie geladen und so weiter und so fort.

Gestern Abend war hier bei mir zu hause die Abschiedsfeier von Jessi, meiner deutschen Gastschwester. Ich war leider so platt, dass ich noch vor Mitternacht ins Bett bin. Ihr kennt mich, eigentlich bin ich eher ein Partytier, aber es ging nicht.

Die Nacht war auch nicht so schön! Erst hab ich wach gelegen, dann hatte ich furchtbare Magenschmerzen – hab ein Stündchen auf der Toilette verbracht und bekam Montezmas Rache zu spüren und ob das nicht schon genug wäre, musste ich mich dann auch noch übergeben.

Na ja immerhin waren danach meine Magenschmerzen erstmal weg und ich konnte schlafen – und zwar so lange, dass ich Uruguay Einzug ins Viertelfinale verpasst habe.

Immerhin konnte ich auf der heimischen Couch sehen, wie das letzte verbliebene afrikanische Land weiter kam, im heroischen Kampf gegen die USA, die es eigentlich auch verdient hätten – m.E.

So nun ein weiterer kurzer Bericht vom Krankenlager – ich habe heute schon 2 Kannen Tee, einen Teller Suppe und ein paar Scheiben Weißbrot gegessen – und bei mir behalten ;-)

Die Geschichte der letzten Woche ist relativ schnell erzählt. Montag und Dienstag lag ich, wie ja bereits erwähnt – im Bett und habe hauptsächlich geschlafen. Mittwoch bis Freitag war ich morgens in Cenit „arbeiten“. Ich saß im Büro, da ich mir den Markt nicht zumuten wollten. Denn mit meinem angeschlagenen Immunsystem wollte ich nicht den ganzen Kinder begegnen – ich mag die lieben Kleinen, aber was die alles an Bakterien, Bazillen etc. mit sich herum tragen will ich gar nicht wissen.

Also im Büro, wo es zwei Tage so gut wie nichts zu tun gab, außer mit Ruth, meiner Sozialarbeiterin, ein paar liegen gebliebene Unterlagen zu sortieren. Dafür war der Freitag dann „lustig“. Zwischen meiner Vorgängerin und der Leiterin von Cenit gab es ein paar Unstimmigkeiten, die an diesem Tag gelöst werden sollten. Was ca. 2 Stunden dauerte und sich mit Zickenkrieg nicht wirklich genau beschreiben lässt. Aber dafür, dass das Gespräch zwischen einer diplomierten Psychologin und einer Ordensschwester geführt wurde, die beide für eine gemeinnützige Organisation arbeiten, war ganz schön Feuer drin ;-) Von wegen ausreden lassen bzw. die andere Wange...

Und für mich, der dabei saß und mit allem nur bedingt zu tun hatte, war das eine nicht wirklich schöne Erfahrung. Da sie nicht alles klären konnten, geht es am Montag in die zweite Runde, aber so wie ich mich z.Z. fühle, bin ich da wohl nicht dabei. Wenn es mir nicht bald besser geht, muss ich wohl den Onkel Doktor konsultieren, grrr

So zurück zu meinem lieben Magen, ich glaube jetzt etwas gefunden zu haben, was er mag, also bei sich behält – Weißbrot. Das Schöne daran ist, diese Art Brot gibt es hier reichlich. Ich will nicht zu patriotisch klingen – OK, es ist WM und „wir“ werden gewinnen – aber mal ernsthaft: Ich glaube, in keinem anderen Land außer unserem gibt es vergleichbares Brot; Vollkornbrot, Schwarzbrot, Dreikornbrot, Roggenbrot, Kürbiskernbrot... - ihr merkt, ich habe Entzugserscheinungen. Und was mir auch fehlt, das ging mir in Schottland damals auch schon so: ein „deutscher“ Döner, ja ja, ich weiß, Döner ist türkisch; ihr wisst aber sicher auch , was ich meine. So einen Döner, wie ihn unsere türkischen Landsleute bzw. deutsche Mitbürger mit türkischem Migrationshintergrund machen. Hier gibt es Schawarma, das ist halbwegs mit Döner zu vergleichen, obwohl natürlich Hühnchen (pollo) drin ist. Aber es ist eben nicht das Gleiche!

So, was ich eben gesagt habe, von wegen Migrationshintergrund, ist das nicht ein fürchterliches Wort?! Ich muss mal daheim eine Umfrage machen unter „Betroffenen“. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass z.B. mein Kommilitonen Ali und Ney den Ausdruckt Migrationshintergrund für ihre Herkunft Kurdistan bzw. Ecuador schön finden. Aber wie gesagt, ich werde fragen...Ach ja, falls jemand aus meiner Leserschaft auch so einen niedlichen Migrationshintergrund haben sollte, bitte ich ihn oder sie hiermit ganz herzlich um Rückmeldung, was ihr von dem Ausdruck haltet.

Vielen Dank im Voraus

So, da ich es noch nicht geschafft habe, den Bericht so wie er eben noch war online zu stellen, schreibe ich eben noch ein bisschen weiter, um ihn wieder aktuell zu machen:

Also, jetzt ist schon Montag Abend, Deutschland ist im Viertelfinale Hurra Hurra und wie! Leider konnte ich den großen Triumph nicht in einer Kneipe mit vielen Bekannten und Freunden feiern, sondern musste wieder mal mit der heimischen Couch Vorlieb nehmen. Noch immer zwickt mich mein Bauch – und zwicken ist ganz schön unter trieben. Gestern durfte ich die Bekanntschaft mit Marco Rodriguez machen, das ist nicht etwa ein Onkel meiner Gastfamilie, nein, sondern der Arzt auf der Notfallstation im hiesigen Krankenhaus – nicht erschrecken, bitte! Notfallstation nur weil es eben – wie meist in solchen Fällen - Sonntag war.

Ich durfte mich hinlegen, bekam einen Tropf verpasst, weil ich so dehydriert war. Heute lag ich nur müde auf meinem Bett bzw. der Couch und morgen kann ich endlich zum Arzt, um mich untersuchen zu lassen. Am Sonntag wollten sie nur das Notwendigste machen...Da ich mich die letzten Nächte immer übergeben musste, haben sie mir in den Tropf auch ein Medikament getan, das – wie ich später erfahren habe – gegen die Übelkeit helfen soll; und das auch tut!

Nur als ich das Medikament bekam traten gleich zwei „lustige“ Dinge auf:

  1. Auf meine Frage für oder gegen was das Medikament sei, sagte mir der Arzt, für den Magen – ach!

  2. Weil ich mir ja schon dachte, dass ich warten muss, habe ich mir was zu lesen mitgebracht, aber kaum war das Medikament in meiner Blutbahn, konnte ich nicht mehr scharf sehen und das hielt fast eine Stunde an. Kurz vor der Beutel leer war und ich gehen durfte, konnte ich noch ein, zwei Seiten lesen. Ich weiß zwar, dass es was für den Magen war, aber was, das wird wohl ein Geheimnis bleiben. Wie hängen Magen und Augen nochmal zusammen?

Jedenfalls hat es geholfen, wollen wir mal nicht so nachtragend bzw. kritisch sein. Mal sehen, was morgen beider Untersuchung herauskommt (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich hab ein kleines Gefäß bekommen, in dem ich genau 15g (steht drauf) ihr wisst schon was zur Examinierung mitbringen darf. Ich bin echt gespannt, was für Tiere mir im Moment in meinen Bauch herum turnen...

Ihr habt die ganze Woche nichts von mir gehört, mea culpa bzw. ist es die Schuld meiner kleinen Mitbewohner, sobald die mich wieder verlassen haben, werde ich auch wieder fitter und damit auch schreib freudiger!

So, ihr seid auf dem neusten Stand, macht's gut und bis bald!

Buonas Noches

29.6.10 03:53

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