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...und ploetzlich war es Sommer

...und ich hab einen Sonnenbrand.

 

Bienvenidos en Quito bienvenidos en Ecuador!!!!

 

Seit gut 3 Tagen bin ich nu hier, die E-Mails an  x Leute sind nicht das Gelbe vom Ei (no el amarillo del huevo), also tue ich mich auch mal als Blogger hervor.

 

Fuer alle, die noch nix vom mir gehoert haben, lo siento!  Soweit is hier erstmal alles prima, die Reise ohne KOmplikationen, ausser eben die Zeit- und Klimaumstellung, hier von sehr netten Leuten aufgenommen worden. Ein ganzer Stall voll Leuten:

1. Mama, Papa

2. los niños: Juanse, Daniel y Renata 

3. un primo: Esteban

4. el novio de Renata

5. Zwei weitere Untermieter, wie mich: Jessi und Lisa

& 2 Katzen (gatos) Manuel y Princesa

 

Als ich am Freitag morgen gegen 4.30 auf der kleinen Insel Bonaire auf den niederlaendischen Antillen  zum Tanken gelandet bin, hatte es 27 °C :-)

Hier in Quito ist es nicht ganz so heiss, aber zwischen 18°C morgens zum Aufstehen und ca. 25°C am Mittag is erstmal fast unglaublich, daher auch der Sonnenbrand.

 

Ich war Sonntag Nachmittag mit Mama Baji und Juanse spazieren, sie hqaben mir die Altstadt gezeigt (ich werde noch Fotos machen und anhaengen) und mir war schon klar, dass es hier warm ist und man (Karin) hatte mir auch gesagt, dass ich mich immer eincremen muesse...aber irgendwie ;-)

naja, jetzt habe ich huebsche rote Arme und mein Gesicht gereicht dem VfB Fan auch zur Ehre.

-> heute morgen habe ich mich brav eingecremt und trage erstmal lange Aermel bis das Rot einem schoenen Braun weicht - ich bin ja lernfaehig.

 

Am Samstag (el sabado) war die Bude voll, was sie ja sonst auch ist, aber da waren, wenn ich richtig gezaelt habe, 16 Leute anwesend. Onkels, Tanten, Oma, Neffen und Nichten...ja, FAMILIE wird hier gross geschrieben.

Zu Essen gab es Grabben (mit denen kurz vorher noch lebendigen Viechern hatten die Nichten und Neffen noch gespielt), Neuland fuer mich. Sehr schmackhaft, aber sowohl komppliziert als auch etwas ecklig im Verzehr.  Lustig war, dass 16 mann um einen Tisch sassen, auf der ueberdachten Terasse, der Tisch war aber kein Esstisch, sondern eine Tischtennisplatte! (sic) Hier kann auch ich noch einiges lernen, obwohl ich eigentlich immer dachte, ich sei sehr flexibel und unkonventionell...

 Heute morgen war ich zum ersten Mal bei CENIT, wo ich das kommende halbe jahr arbeiten werde, ich wurde allen vorgestellt, durfte alles angucken und hab mich mit verschiedenen MItarbeiterinnen und anderen Freiwiligen unterhalten und schon mal etwas reingeschnuppert. Morgen gehts dann richtig los.

Ebenso startet morgen mein Sprachkurs, 20 Einzelstunden fuer den Anfang, und danach: vamos a ver - ich denke aber, dass ich danach sicher noch eine Weile Unterricht vertragen kann, denn im Moment sind Unterhaltungen noch etwas kompliziert...

So, das soll es fuer heute gewesen sein, hasta pronto

 

Uli

 

8 Kommentare 15.3.10 23:25, kommentieren

Kinder, Abenteuer und der Rest

Heute war mein erster Arbeitstag, mit ein paar anderen Praktikanten war ich auf einem Markt, habe Kinder "eingesammelt" , was mit derern Eltern abgesprochen ist. Dann sind wir zu einem Platz und haben erstmal eine Weile Fangen gespielt, bis ich total KO war, die anderen haben noch weitergemacht. Soweit habe ich mich zwar an die duenne Luft gewoehnt, aber wenn ich mich anstrengen muss, ist bald Ende...Spaeter sind alle auf mir rumgeturnt, es war wie im Kindergarten - toll!

Dann bekam jedes Kind eine Zahbuerste und durfte sich die Zaehne putzen, was die Rasselbande zwar mit viel Wassergespritze, aber sehr erfreut gemacht hat. Leide rist bei vielen dieser kleinen Zaehne fast schon Hopfen und Malz verloren. Dann haben wir uns in einem Raum versammelt und mit den ca. 15 Kindern gebastelt - Hunde aus Papiertuete und etwas Pappe fuer Nase (nariz) und Augen.

 So, dann sind wir wieder ueber den Markt und haben die Kinder zu ihren Eltern, die dort Staende haben, zurueck gebracht. Einem kleinen Bengel, Sebastian, ist das Ohr von seinem Papierhund abgefallen, also habe ich Kleber von einem Kollegen geholt, das Ohr angeklebt - und als ichmich umdrehe, sind alle weg, ausser Sebatian, mir und dem Hund MIT zwei Ohren.

Tja, ich bin zwar mit den anderen zum Markt gelaufen und meine Augen waren auch nicht verbunden, aber... immerhin hat Sebastian den Weg zu seinen Eltern gefunden - und dann war ich ganz allein. Aber zum Glueck hatte ich die Himmelsrichtung einigermassen im Kopf und so habe ich in nicht mal einer Stunde heimgefunden. Vow, das war zwar nicht wirklich wild, aber etwas abenteuerlich schon.

Dann hatte ich heute auch noch meine erste Spanischstunde bzw. deren zwei. Bei der wunderbaren Carlita, die von den 120 min. gefuehlte 95 gelacht hat, so macht "Schule" Spass!!!

Morgen gehts weiter - parallel zum VfB Spiel,  aber Mann muss Prioritaeten setzen -> saber quien es impartante (ich hoffe, ich blamiere mich hier nicht - ach was solls!) ausserdem gewinnen wir ja sowieso!

Danach wollte ich mir eine Muetze (el gorro) kaufen, hatte aber dummerweise nicht mehr viel Geld dabei, ichhab einen Markt abgesucht, aber da es entweder "Panamahuete", die eigentlich Ecuadorhuete heissen muessten, oder so furchtbares Glitzerzeug.

Also bin ich weitergezogen, als ich endlich einen passenden Laden (tienda) gefunden hatte, gab es da nur ecklige Muetzen (s.o.) oder ganz nette mit Che Guevara drauf, den haette ich auch noch abmachen koennen (nix gegen Che, aber ich bin dann doch keine 16 mehr...). Na ja, aber die schoenen sollten dann doch deutlich mehr kosten, also ich noch dabei hatte. Aber morgen ist auch noch ein Tag. Mañana Mañana

Grad faellt mir noch ein, ich war gestern im Kino: in "Precious", ich weiss nicht wirklich, ob ich den empehlen soll, wobei es sind ja auch viele Sozialarbeiter bzw. soziale Leute unter euch. Also ich sag nur, eine Komoedie isses nicht!

 

So, ich will schnell noch eine Rubrik einfuehren:

 

palabra del dia - Wort des Tages

 

goma - Kleber / Uhu

 

So, ich geh schlafen - es ist komisch, wenn ziemlich genau um 18 Uhr die Sonne untergeht und es echt dunkel wird...bis bald / adios

 

PS: Bilder dauern noch etwas, lo siento (tut mir leid)

 

 

 

1 Kommentar 17.3.10 03:44, kommentieren

Behoerden und Gringotown

 Ich starte mal mit der neuen Rubrik ;-)

 

Palabra del dia: Gringotown – ein Stadtteil, in dem alles sehr touristisch/westlich ist, ¿klingt klasse, oder?

 

hat mir Carlita, meine Spanisch Lehrerin beigebracht ,-)

 

Heute hatte ich hauptsächlich Spaß mit den Behörden – ich musste zur ~ Einwanderungsbehörde, um denen mein Visum, meinen Pass etc. zu zeigen, dachte ich zumindest...

 

Aber man braucht von allem eine Kopie, dann einen Umschlag, wo alles rein muss und dann dar der geneigte Visumbesitzer 10,- Dollar bei der Internationalen Bank für die Regierung hinterlegen, (davon natürlich Durchschlag und Kopie), damit man nicht untertaucht, oder so?!

 

Jedenfalls hatte ich nur gehört, dass ich eben dahin muss...den Rest habe ich in einem lustigen und langwierigen Gespräch mit einer netten Dame, die so freundlich war, sich meiner anzunehmen, mitbekommen.

Natürlich konnte sie nur Spanisch, tja war kompliziert, aber ich lerne ja taeglich dazu.

 

Also, die Moral von der Geschicht, morgen darf ich nochmal hingehen, hurra.

Ich hoffe echt, dass es das war, denn die Behörde liegt am anderen Ende der Stadt, mit Umsteigen bin ich so circa eine Stunde unterwegs, und zur Arbeit fahre ich ja auch jeden Tag 2x 35 min.

Nix gegen Busse, davon gibt’s hier ja echt viele, und auch mit lustiger, mal hübscherer mal weniger hübscher Ausstattung und immer mit feiner Musik, aber eine Stunde täglich reicht – eigentlich.

Das VfB Spiel hab ich verpasst, is aber wohl besser so ;-(

 

Nachher gehe ich noch was trinken mit Lisa, die auch hier wohnt, allerdings morgen wieder heimfaehrt bzw. noch etwas reist.

 

So, das solls vorerst gewesen sein!

 

Adios Amigos

2 Kommentare 18.3.10 02:41, kommentieren

Umzug u ausschlafen

Hallihallo,

ich bin umgezogen!!! Aber keine Sorge, bin immer noch mit "meiner" Familie gluecklich - aber da Lisa gegangen ist, habe ich heute ihr Zimmer bezogen - nun habe ich wirklich meine eigenen 4 Waende und richtig Privatsphaere!

Ich hab mich zwar ganz gut an die Hohe gewoehnt, aber bin dennoch noch meist muede und da isses sehr schoen, das ich morgen mal ausschlafen kann!

Ich habe schon einige Fotos gemacht, die ich euch nicht alle vorenthalten will, aber bisher klappt das hier mit dem Hochladen nicht, aber auch das wird noch werden!

palabra del dia: el chichle - der Kaugummi

-> heute waren, wie immer, fliegende Haendler im Bus und einer hat Kaugummis verkauft, 3 Paeckchen fuer 50 Cent, muy bien! 

So, liebe Leute bis bald,

buonas noches y no olvidadizo lavarse los dientes

 

 

 

 

20.3.10 02:34, kommentieren

Mittelpunkt der Welt - la Mitad del Mundo

Hallo zusammen,

heute fasse ich mich mal ganz kurz u den Bericht von gestern gibts morgen, der is auf meinem Notebook u ich hab keinen Stick...

 Also heute war ich mit "meiner" beim Mittelpunkt der Welt, also genau auf dem Aequator, wo sich Laengen- und Breitengrad 0 treffen!

Das ist ca. 20 km noerdlich von Quito auf einem sehr staubigen und heissen Berg, weil heute der 21.Maerz ist, war da einen Zeremonie von Schamanen, die die Sonne ehren. Sie und dann alle Anwesenden haben getanzt, gesungen und getrommelt - ungewohnt (wie so vieles hier) aber sehr schoen!

So, und da bin ich bei duenner Luft und knapp 30 ° C  hoch und wieder runter bin, jetzt habe ich die Kraft der Schamanen, bin aber fuer heute erstmal KO.

Macht es gut und nicht traurig sein, falls ihr Regen habt, die Leute hier waeren froh darueber, zZ ist eigentlich Regenzeit und es muesste eigentlich jeden tag mindestens eine Stunde schuetten, aber ich habe das bisher in den 8 Tagen genau einmal erlebt...

Also: buanas noches y sueños con las angelitas!

Oh, fast vergessen;

palabra del dia: la aguja y el hilo -> Nadel und Faden

 

ich musste heute was flicken

1 Kommentar 22.3.10 03:33, kommentieren

So, wie versprochen erstmal der Eintrag zu/von neulich:

Hola mis amigos!

Hoy encontrado con Karin, mi amiga de Moguntia, Alemania. OK – also heute habe ich mich mit Karin getroffen, die ich noch aus Mainz kenne. Sie wohnt seit gut 5 Jahren mit ihrem Freund, einem Ecuadorianer, hier in Quito. Wir waren zusammen auf dem Osterbasar der deutschen Kirche hier. Und wie das so ist auf einem Flohmarkt, man braucht nix und kommt mit einer Tüte voller Zeug nach hause. Ich habe jetzt endlich einen Spitzer für meine Bleistifte und eine spanische Grammatik und ein Kinderbuch mit ecuadorianischen Legenden. So, nu kann ich fleißig lesen und lernen, bisher hatte ich „nur“ der Tod und das Mädchen auf Spanisch, aber das ist doch ein schwerer Brocken für mich als na ja nicht ganz Anfänger, aber...

Gestern habe ich mir das Trikot einer Fußballmannschaft aus Quito zugelegt – per Zufall habe ich das der Mannschaft genommen, deren Fan mein Gastbruder Daniel ist „Liga de Universidad de Quito“, fein, aber eben kam der Freund meiner Gastschwester vorbei und sagte sinngemäß Pfui Teufel, tja, er scheint wohl Fan des Rivalen zu sein...

Ich hab das eigentlich nur gekauft, weil auf der Brust das Logo ist -ein U im rot-blauen Dreieck ;-)

Dann habe ich noch für meine Gastfamilie zwei Tassen gekauft – in Form von Donald Duck, ich war erst nicht sicher, ob die auch so einen „komischen“ Humor haben wie ich, aber dann dachte ich mir, wird schon bzw. vamos a ver!

Und siehe da, Baci (mi Mami) hat gesagt: „Que lindo, que chevere!!!“ Wie schön, wie toll!“ Dann bin ich also bei der richtigen Familie gelandet ;-)

Karins Freund hat mich zum Kicken im Park eingeladen, eine feine Sache, aber erst mal muss sich mein Körper noch etwas besser an die Höhe gewöhnen, im Prinzip ist es mittlerweile OK, Kopfweh sind weg und Kreislaufstörungen so gut wie, aber ich bin bei jeder Anstrengung ziemlich fix KO –  tja und da ist Kicken wohl im Moment nicht ganz das Richtige. Mal sehen in ein, zwei Wochen. Kollegen von Cenit sagten mir, die Puste kommt nach so nach 14 Tagen zurück, also das war jetzt sonderbar ausgedrückt, aber ihr wisst ja, was ich meine!

Ach ja Telefon, also eine Karte für mein Handy hab ich jetzt auch – falls jemand dringend meine Stimme hören will :-), kann ich ihm/ihr gern die Nr. geben oder auch die Festnetznr. von hier, aber sie so öffentlich hier rein zu setzten, fände ich etwas doof, also SCHREIBT MICH AN!!!

Heute Mittag habe ich in einem Restaurant echt ecuadorianisch gegessen, Schweinefleisch gebraten mit Maisbrei, gebratenen überdimensionalen (aus dt. Sicht) Maiskörnern, Enpanadas mit Kochbananen (patatas verde) und Queso, also Käse → chevere!!! Köstlich!

Jeden Moment kommt noch ein Bekannter vorbei, der seit einem Monat hier an einer Schule unterrichtet, der Kerle kommt fai aus Stuargert, isch also en Landsmo von mir, hat sich aber schon gut an die hiesigen Sitten gewöhnt, er wollte nämlich um 20 Uhr da sein und jetzt ist es gleich ¾ Neun und von ihm ist weit und breit noch nichts zu sehen...

palabre del dia: paso de cebra - > Zebrastreifen

Den habe ich heute einen benutzt, weil ein Kind dabei war, wobei man sich das schenken kann, die Autofahrer juckt das in keinster Weise. An Ampeln halten sie sich – tagsüber – nachts scheinen die Verkehrsregel eher als Vorschläge interpretiert zu werden, ich bin schon zwei mal nachts mit dem Taxi heim gefahren, von allem anderen, wie Busse oder gar laufen, wird stark abgeraten – und wen man zu dritt oder viert ist, sind die ca. 3 Dollares auch nicht so wild. Jedenfalls habe ich es bei diesen nächtlichen Fahrten noch nie erlebt, dass eine rote Ampel irgend einen Eindruck auf den Fahrer gemacht hätte - außer natürlich, da kam was von links oder rechts, aber sonst heizen die Jungs immer voll Stoff drüber. Die einzige Konzession an eventuelle Gefahren ist ein lautes Hupen vor Kreuzungen.

So, nun ist einiges an Zeit vergangen, wir haben hierzulande genau 23.12 – mein Bekannter ist dann doch noch so gegen 21 Uhr gekommen - die 4 akademischen Viertel ;-) wir haben uns unterhalten, ach ja ich hab noch gar nix von ihm erzählt. Es ist quasi Jürgen Klopp in jünger, kommt aus Stuttgart und redet wie ein Wasserfall.

Wir waren bei einem Kiosk ein paar Ecken weiter und haben Bier gekauft, hier gibt es d´fast nur eine Marke, Pilsener, schmeckt ganz gut, lustigerweise gibt es hier aber nur 0,6 l Flaschen, na ja andere Länder, andere...

 

 

1 Kommentar 23.3.10 01:05, kommentieren

Buerokratie wurde vielleicht in Deutschland erfunden, aber...

Hola Alemania,

heute war wieder ein lustiger Tag ;-)

Auf dem Weg zur Arbeit habe ich im meinem neuen Buch Leyendes de Ecuador „gelesen“. Das Lesen geht auch noch nicht so flüssig, da ich ständig was nachschlagen muss, besonders im Bus. Ein Buch in der Hand, das andere auf dem Schoss – und die Busse hier wackeln ordentlich, aber ich will mich nicht beschweren, es ist ja lustig.

Heute haben auf dem Markt mit 17 Kinder Schneemänner gemalt und gebastelt, erstaunlicherweise wussten alle, was hombres de nieve sind...obwohl es hier - soweit ich weiß - noch nie geschneit hat. Ich habe eine neue Freundin, glaub ich, eine ca. 4-jährige mit dem schönen „ecuadorianischen“ Namen Kelly hat mir heute den ganzen Tag am Rockzipfel gehangen...ein süßer Fratz.

So und dann durfte ich mal wieder zum Oficina de Emigracion, habt ihr schon mal von Odysseus gehört...?

Also ich war letzten Mittwoch dort, da hat man mir erklärt, was ich alles brauche und dass ich am kommenden Tag wiederkommen soll. Ergo war ich Donnerstag wieder da mit alle Kopien, der Quittung von der Bank und einem Ordner, in dem man meine Unterlagen aufbewahren wird, bis ich das Land wieder verlassen habe. Gut, dann kommen Sie am Montag wieder, holen ihren Pass ab, zeigen die restlichen Kopien vor und bringen ein Passfoto mit → damit wir sie suchen können, falls sie untertauchen ;-)

Heute bin ich also in den Bus gestiegen (ich hatte meinen Spanischunterricht extra abgesagt, weil das ja wohl einige Zeit in Anspruch nehmen würde...wie Recht ich hatte!

Dummerweise (dafür kann ich jetzt ausnahmsweise nur mich selbst verantwortlich machen) bin ich in den falschen Bus gestiegen...und als ich an der Endstation angekommen war ohne meine Station zu passieren, wunderte ich mich etwas. Also habe ich meinen Stadtplan gezückt und anhand der Querstraßen festgestellt, ich bin ca. 2 Blocks zu weit. Kein Problem, laufe ich eben ein paar Minütchen zurück.

Tja, aber an der Stelle, an der die Ave Gaspard deVillarroel sein sollte, war nix, ausser einem kleinen Sträßchen mit dem schönen Namen Londres, also London.

Alos bin ich weiter und als ich bei der Ave Unidos Naciones ankam, war mir klar, irgendwas stimmt nicht, denn die ist zwei Blocks in die andere Richtung zu weit...Nun ich kann ja einigermaßen Spanisch, ergo habe ich den nächst besten hombre gefragt, und siehe da wenn man die Ave Londres ein paar Meter reingeht und um die Ecke guckt, ist das schon die  Ave Gaspard deVillarroel. Jetzt hatte ich zwar die Straße, nur dummerweise war ich mindestens 3 Blocks Ost-West Richtung falsch. OK, also keien Müdigkeit vorschützen...Und siehe da – schon war ich da, bekam meinen Pass und el hombre dicho: „Basta!“

Ja, aber hatte ich die Passfotos umsonst gemacht, wie man es mir neulich gesagt hatte?

No, por Censo (eine Art vorläufige Aufenthaltsgenehmigung) al buero numéro 6. Ah ja, also stehe ich an Schalter 6, der leider unbesetzt ist. Ich merke cada diá, jeden Tag, dass mein Kollege Recht hat, der am ersten Tag zu mir sagte, „Hier lernst du Geduld!“ Aber nach kaum 10 min. war schon jemand zur Stelle. Senor, die Kopien sind ja Schwarz/Weiß, die brauche ich aber in Farbe und einen Umschlag Din A 4 brauche ich auch noch – NEIN, nicht nochmal!!! sagte mein Blick und er sagte ganz sorgsam: pueden comprar muy cerca (können sie gleich hier um die Ecke kaufen).

OK, Kopien machen und einen Umschlag für zusammen nur 1, 35 Dollares, mal in die Tasche gucken, da ich vorher schon Passbilder habe machen lassen und es ja nicht ratsam ist mit zu viel Geld in der Tasche herum zu spazieren, hatte ich es nicht mehr so üppig – puh, aber 1,60 hatte ich noch, gerettet.

Also wieder zurück zu Senor Sanchez (kein Witz, manche Clichés bestätigen sich eben ab und an). OK, prima, alles da, super. Dann gibt er mir einen Klebestift (goma) und sagte, kleben sie ihr Foto mal da oben rechts drauf, dann schreiben sie noch ihren Namen, Adresse, Staatsangehörigkeit und Telefonnummer.

Und nun recht freundlich, hä, ich habe doch extra Passbilder machen lassen...no, un mas! Na gut, lass ich mich eben knipsen. Ein Fotos hab ich eben außen auf den Umschlag geklebt, das zweite wird auf das Formular mit meinen Daten (die ich größtenteils auch außen schon drauf schreiben musste) gedruckt. OK, mir soll's Recht sein, wenn dann der ganze Zirkus endlich vorbei ist...

Und siehe da, mein „Ausweis“ wird gedruckt, eingeschweißt und mir ausgehändigt und es fallen die magischen Worte „todo listo“ - alles fertig, als ich mich erheben will kommt noch ein Nachsatz, „5 Dollares por favor!“

AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH

Ich hab mein ganzes Geld für Kopien (in Farbe!), Fotos und Ordner ausgegeben, ich habe grade noch Geld für den Bus nachhause.

Als ich Senor Sanchez das erkläre, fragt er zurecht: „Et ahora?“ und was jetzt, ja guter Rat ist teuer, aber Senor Sanchez ist schlau und sagt: „Viene un otra vez para manana, dar me les 5 Dollares y yo ti doy el Censo!“

OK, morgen noch einmal, aber dann NIE wieder (hoffentlich!!!) Die Leute sind ja nett, da aber morgen ist das vierte mal und wenn mir irgend jemand vorher gesagt hätte, was sie wollen und was ich bezahlen muss, hätte das beim ersten mal klappen können. Und so bekomme ich eben in Etappen die Informationen, aber das hatten mir Kollegen schon so in etwa erklärt, aber ich war optimistisch. OK, noch mal in dem heißen, überfüllten Bus quer durch die Stadt. Da diese Linie einmal von Süd nach Nord fährt, ist er immer (zumindest die 3x die ich bisher das Vergnügen hatte) so voll wie nur möglich...

Und damit schließe ich meine Ausführungen für heute und gebe zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.

Palabra del dia: otra vez! – noch einmal! grrrrrrrr

3 Kommentare 23.3.10 01:07, kommentieren